• de Keine Zeit?

  • Das Gefühl, keine Zeit zu haben, kennt fast jeder. Zeit scheint mittlerweile ein so begehrter Rohstoff wie Wasser, Erdöl oder seltene Erden zu sein. Der Zeit “hinterherzulaufen”, Zeit zu “sparen” und Zeit zu “gewinnen” ist für viele Menschen zu einem ständigen Lebensgefühl geworden. Stress ist entsprechend als Phänomen allgegenwärtig.

    Erschöpft, ausgebrannt, arbeitsmüde – auch wenn die neue Zivilisationskrankheit Burn-out in Deutschland längst noch kein Massenphänomen geworden ist, greift das Gefühl des Kontrollverlusts um sich. In Japan sind bereits 40 Prozent der Angestellten von einem Burn-out betroffen, Suizide häufen sich. Der Grund: Hier hatte sich über längere Zeit ein gesellschaftlicher Druck aufgebaut, immer mehr zu arbeiten und infolgedessen überhaupt keinen Urlaub mehr zu nehmen, um mehr Zeit für die Arbeit zu haben – mit verheerenden ökonomischen Folgen: da weniger konsumiert wurde, war die Regierung gezwungen, dieser Entwicklung gegenzusteuern.

    Um Zeit zu sparen, reduzierte eine Firma der Geflügel-Industrie in den USA die Toilettenpausen ihrer Arbeiter auf sieben Minuten pro Tag. In Deutschland hat sich der Verbraucherzentrale Bundesverband entschieden, Facebook zu verklagen, weil wir dessen Nutzung, obwohl kostenlos, mit unseren Daten und unserer Zeit bezahlen. In Frankreich ermöglicht das Mathys-Gesetz, Kollegen einen Teil seiner Urlaubstage zu spenden, wenn diese schwerkranke Angehörige betreuen. Ihnen wird mehr Zeit für ihre Familie geschenkt.

    Wie kam es zu dieser Entwicklung, dass wir ständig Zeit sparen und immer noch effizienter sein müssen? Die Antwort: “Zeit ist Geld” – so lautet ein bekanntes Sprichwort, das von Benjamin Franklin stammt und 1748 in seinem Buch “Ratschläge für junge Kaufleute” erstmals auftauchte. Mit dem Kapitalismus wurde Zeit zu einer Handelsware, die gemessen werden muss.

    In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde im Zuge der Industrialisierung die Stempeluhr erfunden, um die Produktivität zu steigern und Arbeitsprozessen zu optimieren. 1912 legte das Pariser Observatorium die “Universalzeit” für die ganze Welt fest. Ursprünglich hatte jeder Ort seine eigene als Ortszeit bezeichnete Uhrzeit, die sich nach dem täglichen Gang der Sonne richtete: Wenn die Sonne im Süden ihren höchsten Stand über dem Horizont erreichte, war 12 Uhr. Reisende richteten sich nach der Ortszeit des jeweils erreichten Ortes. Mit der Einführung der Telegrafie und dem Bau längerer Eisenbahnstrecken wurde für deren Betrieb eine einheitliche Zeitangabe erforderlich, die entlang der gesamten Infrastruktur galt.

    Die späteren systematischen Zonenzeiten wurden erstmals nicht von Staaten, sondern von den nordamerikanischen Eisenbahngesellschaften 1883 eingeführt. Die quer über den Kontinent geführten Eisenbahnstrecken erforderten mehrere Standardzeiten. Das weltweite systematische Zeitzonensystem war eine Folge der internationalen Vereinbarung des Greenwicher Meridians als Nullmeridian auf der Internationalen Meridiankonferenz im Jahre 1884 in Washington. Der für die Kartografie wichtige Nullmeridian diente fortan als Bezugsmeridian für die westeuropäische Zeitzone und indirekt für alle 24 weltweiten Zeitzonen. Seit der Standardisierung der Zeit hat die tickende Uhr die Macht über unser Arbeits- und Privatleben übernommen.

    Und Zeit ist kostbar. Das ist Unternehmen schon lange klar. Deshalb verlagern sie Prozesse, die früher von Angestellten erledigt wurden, zum Konsumenten. Ob man das Gepäck alleine aufgibt, seine Möbel selber aufbaut, sich im Selbstbedienungs-Restaurant selber versorgt, sich mit einer Selbstbedienungskasse herumschlägt, Tickets für den Zug am Automaten kauft oder sich selber online berät – überall und zunehmend verrichten wir Arbeit, für die man eigentlich bezahlt werden müsste und investieren unsere Zeit, die dann als Gewinn in die Unternehmensergebnisse einfließt.

    Ein Mensch lebt durchschnittlich 27.000 Tage oder 650.000 Stunden. Lässt sich die Kontrolle über unsere Zeit, diese kostbare und begrenzte Ressource, zurückgewinnen? Oder sind wir dazu verdammt, uns der von anderen diktierten Nutzung unserer Zeit unterzuordnen? Sind wir bereits Sklaven des Gottes Chronos? Welche Strategien gibt es, um wieder die Kontrolle zu erlangen?

    Eine Strategie scheint darin zu bestehen, innerhalb dieses Systems besser und effektiver zu werden. Selbstoptimierung ist ein Trendthema. Bücher zu den Themen Zeit- und Selbstmanagement sind Bestseller. Unzählige Apps wollen uns dabei helfen, Zeit zu sparen. Doch viele dieser Helfer entpuppten sich am Ende nur als weitere Zeitdiebe.

    Oder ist ein komplettes Umdenken der Weg? Wenn Zeit, wie behauptet, Geld ist, Geld also einfach nur ein anderer “Aggregatszustand” der Zeit ist, wäre es dann nicht sinnvoll, auf mehr Geld zu verzichten, um mehr Zeit zu haben?

    Heinrich Böll verfasste zum “Tag der Arbeit” am 1. Mai 1963 die “Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral”, eine Parabel, deren Sinn eine Überlegung wert ist: Ein Tourist weckt in einem Hafen an der Küste Westeuropas einen in seinem Boot schlafenden Fischer auf, als der Tourist Fotos macht. Nachdem er ihm eine Zigarette geschenkt hat, befragt er ihn zu seinen heutigen Fängen und erfährt, dass dieser bereits fertig gefischt hat und mit seinem Fang zufrieden ist. Der Tourist begreift nicht, wieso der Fischer nicht öfter ausfahren möchte, um finanziell aufzusteigen und ein erfolgreiches Fischfangimperium aufzubauen. Am Gipfel seiner Karriere angekommen, könne er sich dann zur Ruhe setzen und in Ruhe im Hafen dösen. Der Fischer erwidert, dass er das auch jetzt schon könne. Der Tourist begreift, dass nicht nur mehr arbeiten zum Glück führen kann. Der Fischer findet, dass er an dem jetzigen Tag einen guten Fang gemacht hat und dieser für die nächsten Tage völlig ausreicht.

    #Zeit #Leben #Stress #Zeitmanagement #Erholung

    (Picture by iStock)

    1 on April 13, 2019

    I’m learning new german words everyday from your posts. wiktionary helps me always

    https://en.wiktionary.org/wiki/Zeit

     

    on April 14, 2019

    Wikipedia (and its other sites) is the most amazing fund of indexed and cross-indexed knowledge in the history of the planet. It is an extraordinary resource that people such as I use constantly. I do use Wiktionary too, especially to understand the meaning behind certain words.

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  • de Der 6-Punkte-Plan für das eigene Wohlbefinden.

  • Kennt ihr das: Der Trubel des Alltags, die Pflichten und die To-do’s? Wir sind ständig in Bewegung. Hier muss eine Nachricht gelesen und da ein Facebook-Status gepostet werden. Wir verpassen es zusehends einen Moment wirklich zu erleben, weil wir viel zu sehr damit beschäftigt sind, immer online, immer aktuell, immer und überall einfach nur up-to-date zu sein. Dabei verlieren wir uns jedoch selbst aus den Augen.

    Der folgende 6-Punkte-Plan behauptet nicht von sich eine Allgemeingültigkeit zu besitzen, noch ist er belegt oder in einer chronologischen Reihenfolge zu beachten – vielmehr ist er eine persönliche Annäherung an das Thema. Für eine Umwelt, die stärker denn je auf Beschleunigung setzt und uns dazu verführt, kaum noch in uns hinein zu hören.

    Punkt 1: Nehmt eine Auszeit für euch

    Um ungestört in sich hineinzuhören oder die Gedanken loszulassen, könnt ihr zum Beispiel meditieren. Forscher der University of Essex haben zudem bei einer Studie herausgefunden, dass Naturerfahrungen positive Einflüsse auf die Stimmung und auf den Selbstwert des Menschen haben. Demnach sollten sich gehetzte Menschen in einer unruhigen Umwelt regelmäßig Auszeiten in der Natur nehmen. Besonders Gewässer wie Seen, Flüsse und das Meer haben hier eine reinigende Wirkung auf Seele und Geist. Aber auch Wälder, in denen sich die Zeit der Welt in dem Blättergeraschel verfängt, tun der Psyche gut. Doch zu welchem Ort auch immer es euch treibt – die Aufgabe ist es, alleine dorthin zu reisen. Sei es in den Park, in ein weit entferntes Land, an einen einsamen Strand, hoch hinauf in die Berge oder mit dem Zelt raus aufs Land. Schon Konfuzius hat gesagt: Wo auch immer du hingehst, da bist du.

    Punkt 2: Geht raus aus eurer Wohlfühlzone

    Ihr tut Dinge, bei denen ihr euch total wohlfühlt? Euer Alltag ist bequem, angepasst, der Routine-Rhythmus läuft im Autopilot. Aber trotzdem fehlt euch etwas und das Herz springt euch nicht aufgeregt genug. Dann ist es Zeit, eure Wohlfühlzone zu verlassen. Doch wie fängt man das an? Ihr könnt euch zum Beispiel genau aufschreiben, was ihr tun wollt. Stellt euch dann ein Zeitfenster, wann ihr das erreichen wollt und überlegt euch dazu eine Belohnung. Nichts motiviert so stark wie eine Belohnung. Weiht andere in euer Vorhaben ein und macht euch ans Werk. Da ihr es nicht nur für euch macht, erhaltet ihr zusätzlichen Anreiz. Aber wenn ihr euch größere Vorhaben gesetzt habt, geht es Schritt für Schritt an und zerlegt etwas Größeres in Teilabschnitte (niemand sollte ohne Übung beispielsweise gleich einen Marathon wagen).

    Punkt 3: Bleibt bei euch selbst

    Menschen neigen dazu, sich zu vergleichen. Manchmal passiert das ganz automatisch und vollkommen ohne böse Absicht, es ist beinahe ein Reflex, der sich überraschend bemerkbar macht. Doch das hilft euch nicht. Wenn euch das nächste Mal dieser Vergleichsgedanke kommt, drückt innerlich die Stopp-Taste. Denkt darüber nach, warum ihr euch vergleicht. Seid dankbar dafür, was ihr habt, schreibt es auf und konzentriert euch auf eure eigenen Stärken.

    Punkt 4: Stellt euch Fragen

    Wenn wir jemanden kennenlernen, stellen wir Fragen. Zuerst ist jede Bekanntschaft wie ein weißes Blatt Papier, das mit jeder Information, mit jeder Geschichte vollgeschrieben wird. So ist es auch mit euch selbst. Warum sollten wir uns nicht selbst befragen und Antworten finden? Das kann bei ganz simplen Dingen anfangen, z. B. wie man seine Frühstückseier am liebsten mag und aus welchem Grund. Bis zu der Frage, ob man ans Schicksal oder an Gott glaubt und aus welchem Grund. Stellt eine Liste an Fragen auf und führt einen Dialog mit euch selbst.

    Punkt 5: Findet heraus, was ihr nicht wollt

    So verhält es sich auch mit den Dingen, die ihr nicht wollt. Ergänzt einfach mal den folgenden Satz und die Frage mit euren Antworten.

    Ich mag das nicht:

    Weil:

    Ein Beispiel:

    Ich mag das nicht: Ständig aufs Smartphone gucken, während man sich mit einem Menschen trifft.

    Weil: Man mit der Aufmerksamkeit ganz bei diesem Menschen sein sollte.

    Mit so einer einfachen Übung findet man ganz einfach heraus, was man möchte und kann im Alltag darauf achten, es auch umzusetzen.

    Punkt 6: Trefft Entscheidungen

    Wenn man eine Geschichte schreibt (das lernt jeder angehende Autor in der ersten Stunde kreatives Schreiben), muss man Entscheidungen treffen. Ohne Entscheidung keine Geschichte. Manchmal gefallen wir uns allerdings im Status quo und hoffen, die Zeit allein erledigt die Entscheidung. Ein: “Ich tue das jetzt!” kann allerdings ganz bewusst getroffen eine Wirkung haben. Ähnlich verhält es sich mit einem Eindeutigen: “Nein, das mache ich jetzt nicht!” Ob eine Entscheidung für oder gegen etwas ist, sie ändert immer den Verlauf der Geschichte – eurer Geschichte. Und wenn ihr das Leben nicht als „Weiterkommen“ oder als statischen Zustand seht, den es zu erreichen gilt, sondern als Reise innerhalb eurer Geschichte, gewinnt es eine ganz neue Farbe.

    #Stress #Alltag #Erholung #Leben #Achtsamkeit

    0 on March 22, 2019

    the engine picked “wir which means we” from you posts. this 6 month old engine is better than I think and getting better

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    1 on March 22, 2019

    we can move on even when we can’t I think. Youtube let us explore to the old and new music we haven’t met yet. it’s kinda mind trip to me. 

    and every single minor and serious collisions might be beautiful like the stars and raindrops.

    on March 22, 2019

    Couldn’t agree more to your words. Yeah, youtube is crazy when you just want to listen to one song you always find more great tunes.

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  • de Die Himmelsscheibe von Nebra

  • Die Himmelsscheibe von Nebra ist eine Bronzescheibe mit einem Durchmesser von ca. 30 cm und einem Gewicht von 2,2 kg, mit blau-grüner Patina und goldenen Symbolen. Diese werden im Allgemeinen als Sonne oder Vollmond, Halbmond und Sterne (einschließlich eines Sternenhaufens, das als die Plejaden interpretiert wird) interpretiert. Später wurden zwei goldene Bögen an den Seiten hinzugefügt, die den Winkel zwischen den Sonnenstunden markieren. Eine letzte Ergänzung war ein weiterer Bogen, der von mehreren Strichen umgeben war (von unsicherer Bedeutung, die als Solarbarge mit zahlreichen Rudern, als Milchstraße oder als Regenbogen interpretiert wurden).

    Die Scheibe wird einem Standort in der Nähe von Nebra in Sachsen-Anhalt in Deutschland zugeschrieben und datiert auf c. 1600 v. Christus. Es wurde mit der Bronzezeit Kultur der Aunjetitzer in Verbindung gebracht. Die Scheibe ist anders als jeder bekannte künstlerische Stil aus dieser Zeit und war anfangs als Fälschung verdächtigt worden, wird aber heute weithin als authentisch akzeptiert.

    Die Himmelsscheibe zeigt die älteste konkrete Darstellung des Kosmos weltweit. Im Juni 2013 wurde die Himmelsscheibe von Nebra in das World Memory of World Register der UNESCO aufgenommen und als “einer der wichtigsten archäologischen Funde des 20. Jahrhunderts” bezeichnet.

    Mehr zu dieser Himmelsscheibe hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelsscheibe_von_Nebra

    Nebra-Arche in Sachsen-Anhalt

    Ein Architekturwettbewerb wurde ins Leben gerufen, um ein öffentliches archäologisches Zentrum und einen Aussichtsturm zu entwerfen, der die Scheibe präsentieren und die Region symbolisieren soll.

    Für weitere Informationen einfach diese Webseite besuchen: https://www.himmelsscheibe-erleben.de/

    #Archäologie #Kulturgut #Nebra #SachsenAnhalt #Universum #Leben

    1 on March 13, 2019

    can you start a topic in English in a near future? let’w make a long one

    on March 13, 2019

    You mean a posting in English? Yes sure.

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  • Die Untersuchung des Lebens im Kontext der Raumzeit.

  • Der Buddha wurde oft gefragt, warum er in seinen Lehren die Frage “Gibt es ein Leben nach dem Tod” nicht beantwortet. Seine Antwort lautete immer: “Sie stellen diese Frage nur aufgrund Ihres emotionale Bindung. Verlieren Sie diese Bindung und Sie werden nicht mehr fragen.” Unnötig zu sagen, dass dies eine sehr unbeliebte Antwort war und Buddha dadurch Anhänger verlor, weil er nicht antworten wollte.

    Später versuchten kleinere Denker, darauf zu antworten, und beschworen alle Arten von buddhistischen Himmeln und “Perfekte Landschaften”. Der Buddha hat nie wirklich mehr über das Thema gesagt. Ich, als ein kleinerer Denker, habe diese Antwort auf die Frage, die Buddha nie beantwortet hat. Es ist meine Ansicht und meine ganz allein. Hier ist sie:

    Alle entworfenen Systeme haben einen “Zweck”. Eine Uhr, ein Space Shuttle oder ein Toaster-Ofen … haben alle eine zentrale Funktion. Es gibt eine ununterbrochene Verbindung zwischen jedem Lebewesen auf diesem Planeten, von Bartwürmer am Grund des Pazifische Feuerrings bis zu uns und dem ersten selbstreplizierenden System. Wir sind jetzt und von Anfang an direkt mit jedem Lebewesen auf der Erde verbunden.

    Der amerikanische Science-Fiction-Autor Kurt Vonnegut schrieb einst eine Kurzgeschichte mit dem Namen “Timeline”. Darin beschreibt er den Menschen als vierdimensionale Wesen. Wurmartige Kreaturen, rosa und klein an einem Ende und grau am anderen Ende. Wir sind durch unsere dreidimensionale Perspektive und Denkweise eingeschränkt.

    Carl Sagan erklärt die vierte Dimension: 

    From the epic Cosmos by Carl Sagan: http://amzn.to/2BKhUix (US). For UK: http://amzn.to/2BNeP14 | Canada: http://amzn.to/2AutZu2 | This short video clip show…

     

    Das Leben ist nicht die einheitliche Form, die wir mit unseren Sinnen wahrnehmen. Es ist ein riesiges vierdimensionales Netz des Seins. Wir akzeptieren Zeit als linear und progressiv, denn so nehmen wir sie mit unseren Sinnen wahr und interpretieren sie mit unserem Bewusstsein.

    Wie die Physik uns zeigt, ist die Zeit nicht linear. Es ist so, wie viele östliche Philosophien es seit Jahrhunderten beschrieben haben. Alles was war und sein wird, ist. Wir betrachten die Zeit nur als linear, genauso wie wir nur bestimmte Wellenlängen des elektromagnetischen Spektrums erfassen können oder die Art und Weise, wie unsere Sinne in ihrem Maßstab begrenzt sind. Wir können das sehr kleine oder das sehr große nicht wahrnehmen. Ebenso sehen wir, dass die Zeit von Moment zu Moment immer vorwärts fließt.

    Clifford Torus eine vierdimensionale Struktur: http://gph.is/1c04mMG

    Schauen Sie sich das Leben in der vierten Dimension an. Betrachten Sie die Atome, aus denen Lebewesen bestehen, während sie sich sowohl im Raum als auch in der Zeit bewegen. Es wird zu einem verworrenen, überlappenden Strang des Lebens. Sie sind verbunden, nicht auf eine vage philosophische Art, sondern auf sehr reale und physische Weise mit diesem verworrenen vierdimensionalen Netz des Lebens. So gesehen wird die Frage nach dem “Leben nach dem Tod” bedeutungslos. Die Hindu / Taoist / Zen-Sicht des Todes, als kein Ende sondern ein Übergang, macht sehr real und konkret Sinn.

    #Philosophie #Leben #Universum #Wissenschaft #Bewusstsein

     

    1 on March 11, 2019

    can you pick one or two from the German voices here? or let me know if all of them suck.

    https://www.naturalreaders.com/online/

    on March 12, 2019

    Jakob, Sarah and Klara “sound” good in speaking german. They have still issues with consonants, and words that contain “ä,ö,ü”. When you use their voice for english texts they sound aweful and like 90s robot voices.

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